Angesichts des Erfolgs des 2016 gestarteten Portals opendata.swiss muss bis 2024 eine Lösung gefunden werden, die dessen Fortbestand langfristig sichert. Der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter läuft aus und es gilt, den Übergang zu einer neuen Lösung frühzeitig aufzugleisen. Diese soll sowohl die Kontinuität der Dienste des Portals als auch dessen Weiterentwicklung gewährleisten, um den zukünftigen Herausforderungen an die Referenzierung offener Daten gerecht zu werden und die Nutzerbedürfnisse vollumfänglich erfüllen.

Ein innovativer Ansatz

Nach einer intensiven Recherche- und Schreibphase schlägt die Geschäftsstelle OGD im Jahr 2022 im Rahmen einer Projektstudie vor, eine öffentliche Ausschreibung für die Umsetzung einer Lösung mit RDF-Store[1] durchzuführen. Diese Lösungsvariante stellt einen Schritt in Richtung semantisches Web dar, da ein solches System Metadaten leichter auffindbar und mit anderen verknüpfbar macht. Dadurch sind auch die referenzierten offenen Daten leichter zugänglich, was einen deutlichen Mehrwert bietet.

Um Synergien zu erschliessen und einen Überblick über die bestehenden Portale zu gewinnen, ruft die Direktion des BFS auf diesen Vorschlag hin eine interne Arbeitsgruppe ins Leben, die sich mit der Zukunft der Metadatenportale des Amtes befassen soll.

Das Team der Geschäftsstelle OGD schlägt den Mitgliedern dieser Gruppe daraufhin eine «Win-Win»-Lösung vor: Es soll möglichst schnell ein neues, auf einem RDF-Store basierendes System für opendata.swiss implementiert werden, das anschliessend vom I14Y-Team getestet wird. Bei schlüssigen Ergebnissen soll das I14Y-Team dann schrittweise eigene Metadaten und Funktionen integrieren können. Dieser ambitionierte Vorschlag wird angenommen und bildet den Ausgangspunkt für die Ausarbeitung einer strategischen Vision für 2030.

Vision 2030 für die Metadaten des BFS: Eine neue Zusammenarbeitsstrategie

Es kommt zu einem Bruch mit den traditionellen Ansätzen. Die neue Vision strebt eine gemeinsame technologische Grundlage für die Verwaltung der Metadaten des Bundes an. Sie sieht unter anderem ein gemeinsames Backend[2] für opendata.swiss und I14Y vor. Die Metadaten sollen im bundesinternen RDF-Store LINDAS gespeichert werden, der vom Schweizerischen Bundesarchiv bereitgestellt wird.

Darüber hinaus ist eine gemeinsame Ausschreibung des BFS, des Bundesarchivs (BAR) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) geplant, um geeignete Anbieter für die Fortführung ihrer jeweiligen Dienstleistungen (opendata.swiss, LINDAS und Visualize) zu finden. Es geht also nicht nur darum, ein innovatives und leistungsfähiges System zu entwickeln, sondern auch darum, die Zusammenarbeit zwischen den drei Ämtern zu verstärken und neue Synergien zu schaffen.

Das Projekt metadata.swiss: Der Weg zu einer einheitlichen Plattform

Die innovative und ehrgeizige Vision wird im Sommer 2023 einem erweiterten Kreis von Entscheidungstragenden vorgestellt, darunter der Direktion des BFS, dem Generalsekretariat des EDI und der Digitalen Verwaltung Schweiz. Sie wird mit Begeisterung aufgenommen und einstimmig gutgeheissen. Damit fällt der Startschuss für das Projekt zur Einführung einer neuen, innovativen Lösung, die das volle Potenzial offener Daten ausschöpft.

Im Zuge dieser Entscheidung lanciert das BFS 2025 das Projekt metadata.swiss, das die Annäherung zwischen opendata.swiss und I14Y.ch formalisiert. Ein gemeinsames Projektteam, bestehend aus der Geschäftsstelle OGD und der Interoperabilitätsstelle (IOS), ist für die Steuerung der Umsetzung zuständig. Es hat die Aufgabe, eine einheitliche Plattform aufzubauen, die mit europäischen Standards kompatibel ist, die Verwaltung von Metadaten vereinfacht und den Bearbeitungsaufwand durch das Once-Only-Prinzip verringert.

 

[1] RDF-Store (oder triple store): Datenbank zur Speicherung und Abfrage von RDF (ressource description framework)

[2] Backend: für die Nutzenden unsichtbarer Teil einer Anwendung, der im Hintergrund die Funktionen ausführt    


Weitere Informationen

Für ein besseres Verständnis lesen Sie die drei Erzählungen zu opendata.swiss über die Ursprünge, den rechtlichen Rahmen und die operative Organisation. Die einzelnen Berichte beleuchten jeweils eine andere Facette des Projekts und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.


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